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Julius Straubes Übersichtsplan von Berlin (1910)

Hier können Sie eine hervorragende Faksimile des Kartenwerkes Berlin 1:4000 erwerben. Das unter Berlin-Kennern sehr geschätzte Werk deckt das gesamte damalige Berliner Stadtgebiet ab. Hervorragend detailiert und im Mehrfarbendruck sind Grundrisse der Gebäude mit Erkern, Höfen und Nebengebäuden, die Straßen- und Baufluchten, Gleisanlagen der Verkehrsträger, Wegenetze der Parkanlagen, Bebauungsplanungen und vieles mehr dargestellt. mehr >>>

Das gesamte Planwerk kostet 98,- EUR und kann per Email bestellt werden. Wenn Sie es über diese Seite bestellen, sind Versandkosten und Verpackung für Sie kostenfrei.

 
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Originaltext Edition Gauglitz

Das Kartenwerk im Maßstab 1:4000 deckt das gesamte damalige Berliner Stadtgebiet ab, vergleichbar mit den heutigen Innenstadtbezirken Mitte, Tiergarten, Wedding, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg.

Auf dem ebenfalls reproduzierten „Netzplan“ wird Berlin im Maßstab 1:26 500 gezeigt. Ein darüber gelegtes Raster zeigt den Blattschnitt, also die Einteilung des Kartenwerks und welche Fläche dessen 44 einzelne Blätter abdecken (In der Regel ein Gebiet von 1,6 mal 1,2 km).

Der zeitgenössisch nicht unübliche Titel „Übersichtsplan“ kann aus heutiger Perspektive nur als Understatement interpretiert werden. Auf den 44 Blättern, ab ca. 1885 vom Verlag zum Verkauf annonciert, findet sich eine erstaunliche Informationsfülle. Auf der Grundlage der 1876 eingeleiteten hochqualifizierten Neuvermessung der Stadt produziert, finden sich maßstabsgetreu die Grundrisse der Gebäude mit Erkern, Höfen und Nebengebäuden, die Straßen- und Baufluchten, Gleisanlagen der Verkehrsträger, Wegenetze der Parkanlagen, Bebauungsplanungen und vieles mehr im Mehrfarbendruck dargestellt. Trotz der Informationsfülle gelang den Autoren eine hervorragende Übersichtlichkeit und ein ästhetisch wie kartographisch überzeugendes Kleinod. Der „Übersichtsplan“ bietet angesichts des großen Maßstabs eine interessante Vergleichsfolie für den heutigen Stadtgrundriß. Er macht die enorme Bebauungsdichte Berlins seit der Gründerzeit deutlich und damit auch die dramatischen Verluste in der Bausubstanz durch die Bombardements des 2. Weltkriegs aber auch durch die Stadtplanung nach dem Kriegsende in beiden Teilen Berlins. Die hintersinnige Mahnung Heinz Knoblochs „Misstraut den Grünanlagen“ wird bei dem Studium des Kartenwerks anschaulich und nachvollziehbar.

Andreas Matschenz, Leiter der Kartenabteilung des Landesarchivs Berlin, vermittelt in dem Begleitheft Informationen zur wechselvollen Geschichte des Verlags Julius Straube. Gegründet 1858, gehörte er zu den produktivsten kartographischen Unternehmen Berlins, insbesondere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Autor bietet einen bibliographischen Überblick zu der vielfältigen Produktpalette sowie eine kurze Einführung zur Entstehung des faksimilierten Kartenwerks und seinen Besonderheiten.

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Pressemeldungen zum Straube

Berliner Zeitung - 23. 12. 2003 - Berlin als Flurtapete - Nikolaus Bernau

Sie suchen eine neue Wanddekoration und sind Berliner Lokalpatriot? Zum Preis von 600 Rollen Erfurt-Rauhfaser ist nun im vorzüglichen Reprint ein Stadtplan der Reichshauptstadt von 1910 erschienen, dessen 44 Einzelblätter eine mittelgroße Flurwand füllen. Wenn man davor steht, kann das Träumen von einer Stadt losgehen, in der die Straßenbahn ein engmaschiges Netz auf Haupt- und Nebenstraßen gewoben hatte, schnell und umweltfreundlich; in der Bürgerhäuser und Monumentalbauten dicht bei dicht standen; in der keiner auf die Idee kam, dass eine riesige Rasenfläche mit einigen Bäumen darauf - wie das jetzige Marx-Engels-Forum oder der geplante Ersatz für den Palast der Republik - einem großstädtischen Zentrum angemessen sein könnte. Um 1900 waren Straßen und Plätze noch, der Kostbarkeit des Raumes durchaus entsprechend, begrenzt und straff geführt, nicht ausgeweitet bis zur Uferlosigkeit. Jede Grundstücksgrenze und jedes Haus, jedes Nebengebäude, ja jeder Toilettenanbau sind eingezeichnet. Erstmals gedruckt wurde das Werk seit 1885 von Julius Straube. In einem Begleitheft skizziert Andreas Matschenz, Leiter der Kartenabteilung im Berliner Landesarchiv - dort lagert das Original des Planes - die Geschichte dieses bedeutenden Kartenverlags. Einziges Manko: Weil der Turm des Roten Rathauses der Ausgangspunkt des Vermessungsrasters ist, wird ausgerechnet das Herz Berlins in vier Blätter aufgeteilt. Vielleicht bringt der Verlag ja noch eine Sonderausgabe heraus, in dem diese zusammengebunden werden.

Tagesspiegel - 10. 02. 2004 - Stadtplan von 1910 erschienen - Andreas Conrad

Ein "Übersichtsplan" von Berlin aus dem Jahr 1910, einst herausgebracht vom Geographischen Institut und Landkartenverlag Julius Straube, ist jetzt in der Edition Gauglitz als Faksimile neu gedruckt worden. Das Kartenwerk deckt in 44 Blättern das damalige Stadtgebiet ab. Der durch den Maßstab sehr detaillierte Plan zeigt beispielsweise Gebäudegrundrisse mit Erkern, Höfen, Nebengebäuden, aber auch Gleisanlagen und Wegenetze in Parkanlagen. Herausgegeben wurde der Nachdruck vom Landesarchiv Berlin. In einem Begleitheft schildert der Leiter der dortigen Kartenabteilung, Andreas Matschenz, die Geschichte des Straube-Verlags. "Straubes Übersichtsplan von Berlin" von 1910 ist für 98 Euro im Buchhandel erhältlich.

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